Symbole

Symbole stehen für etwas, wofür es keine Worte gibt. Sie wirken aus sich heraus auf den Betrachter, ohne dass man genau sagen könnte, warum das so ist. Ihre Bedeutung in Religion, Mythos oder Kunst lässt sich oft nicht interpretieren. Sie enthalten einen Bedeutungsüberschuss, der die rationale Ebene übersteigt und über den kulturellen Kontext hinaus eine für den Verwender oft intime psychische Bedeutung hat.

Ring

.Die Grundform des Rings, der Kreis, ist ein altes, viel verwendetes Symbol. Es steht zum Beispiel für die das Absolute, Vollkommene und auch für das Göttliche. Der Ring hat als Zauber-Ring oder Wunsch-Ring eine mythisch-magische Bedeutung. In Märchen gilt er als Zeichen besonderer Kraft oder Macht, durch ihn werden Dämonen und Geister bezwungen. Weil der Ring weder Anfang noch Ende hat steht er für Ewigkeit und Geschlossenheit.

Ouroboros

. Der Ouroborus (auch: Uroboros) ist bereits im alten Ägypten ein Bildsymbol. Die Schlange beißt sich in den eigenen Schwanz und bildet so mit ihrem Körper einen geschlossenen Kreis. Platon beschreibt den Ouroboros in seinem Dialog Timaios als autarkes Wesen. Es braucht keine Wahrnehmung, da außerhalb seiner nichts existiert, zu dem es sich begeben könnte. Es kreist in und um sich selbst und bildet dabei den Kreis als vollkommenste aller Formen. Die analytische Psychologie verwendet das Symbol als Metapher für die frühkindliche Entwicklungsphase, in der noch keine bewusste Differenzierung von Innen- und Außenwelt stattfindet.

Stein der Weisen

.Die Alchemisten bezeichneten mit "Stein der Weisen" eine Substanz, mit der man unedle Metalle in Gold oder Silber verwandeln könne. Die Entdeckung des Steins der Weisen wird als das „Große Werk“ bezeichnet, für dessen Herstellung die Enthüllung der Ursubstanz, der sogenannten Materia prima, notwendig ist. Im erweiterten Sinne sind nicht nur materielle Wandlungsprozesse gemeint sondern auch geistig-seelische.

Mandala

. Ein Mandala ist ein figurales oder geometrisches Schaubild, das im Hinduismus und Buddhismus eine magische oder religiöse Bedeutung besitzt. Ein Mandala ist meist quadratisch oder rund und auf einen Mittelpunkt orientiert. In seiner einfachsten Ausführung kann es ein Dreieck zeigen, das die Trinität symbolisiert. In seiner größten Ausgestaltung kann es der Grundplan eines sakralen Gebäudes sein, das das gesamte Universum verkörpert.

Quaternität

.Dieser keltische Knoten symbolisiert die Quaternität. Sie steht für die Summe von Erfahrungen, die sich im Symbol konkretisiert. Das Symbol der Quaternität knüpft an die Vierteiligkeit des gnostischen Urmenschen an. Das Wesentliche an dieser Menschenvorstellung ist die Ganzheit oder Vollständigkeit, die auch das Böse integriert und die Urgegensätze menschlichen Existierens in sich selbst harmonisiert. Diese Urgegensätze sind unter anderem alt und jung, männlich und weiblich, gut und böse.

Yin und Yang

.Yin und Yang sind Begriffe aus der chinesischen Philosophie und aus dem Daoismus. Dabei steht Yang für hell, hart, männlich und Aktivität, Yin steht für dunkel, weich, weiblich und Ruhe. Das Symbol bezeichnet eine wechselseitige Bezogenheit als Prozess unterschiedlicher Kräfte.

Om

.Das Om, auch Aum, ist eine Silbe, die im Hinduismus und Buddhismus als heilig gilt. Das Sanskrit-Alphabet beginnt mit O und endet mit M, das OM umfasst damit alles, was mit Worten ausgedrückt werden kann. Als Laut ist das Om ein Mantra. Es besteht eigentlich aus drei Lauten A U M. Nach B.K.S. Iyengar, der sich wiederum auf Shri Vinoba Bhave bezieht, stammen das lateinische Wort Omne (alles) und das Sanskritwort Aum aus der gleichen Wurzel. Beide bedeuten ALLES.

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